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ÜBER UNS
Über den kashiwa
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KONZEPT
Die Tatsache, dass jeder Mensch anders ist, macht es so interessant: Ofenumwandlung durch Reduktionsbrand

Bei kashiwa legen wir größten Wert darauf, dass jedes einzelne Objekt seinen eigenen, einzigartigen Charakter besitzt.

Selbst wenn Formen und Muster gleich sind, werden keine zwei Stücke nach dem Brennen exakt gleich aussehen.

Die individuellen Unterschiede beim Brennvorgang, wie etwa Unebenheiten in der Farbe, subtile Abweichungen in der Form und leichte Verzerrungen, sind genau das, was den Werken von kashiwa ihren einzigartigen Charakter verleiht und ihren größten Reiz ausmacht.

Jedes einzelne Stück hat seinen ganz eigenen Charme, weil sie alle unterschiedlich sind, und wenn man eines in die Hand nimmt, entwickelt man eine besondere Bindung dazu, als wäre es ein Unikat.

Seit der Gründung bewahrt und nutzt kashiwa das traditionelle Schlickergussverfahren mit rotem Ton, eigenständig entwickelte Glasuren sowie die Kunst des Reduktionsbrandes.

Der aus weichem, rotem Ton geformte Scherben entwickelt während des Brennvorgangs eine sanfte, natürliche Verformung, die dem fertigen Werk eine Wärme verleiht, wie man sie sonst nur von handgezeichneten Linien kennt. Die in rund zweijähriger Entwicklungszeit entstandene Glasur ist zudem so rezeptiert, dass sie beim Brennen bewusst Nuancen und Ungleichmäßigkeiten zeigt. Selbst im selben Ofen gebrannt, erhält jedes einzelne Stück je nach Flammenverlauf, Temperatur und Luftfeuchtigkeit seinen ganz eigenen Ausdruck. Das Zusammenspiel aus rotem Ton und Glasur erzeugt eine matte Haptik und sanfte Zwischentöne – Merkmale, die den Werken eine natürliche, feinsinnige Präsenz verleihen, wie sie in der industriellen Massenfertigung nicht zu finden ist. Statt nach makelloser Gleichförmigkeit zu streben, öffnet sich unser Handwerk dem Zufall und der leisen Veränderung – so entsteht ein unersetzlicher, ganz besonderer Charakter.

Die von kashiwa gefertigten Tierfiguren beispielsweise vermitteln eine Weltsicht, die einem sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert und dem Herzen Frieden und Ruhe schenkt. Ihre vollen, runden Formen und die schlichte, warme Haptik bringen dieselbe Art von Frieden in den Alltag, die man beim tiefen Einatmen im Wald empfindet.

Wir hoffen, dass diese Gefäße und Gegenstände, die durch ihre Unvollkommenheiten einen besonderen Reichtum ausstrahlen, Sie sanft durchs Leben begleiten und Ihnen über viele Jahre hinweg wertvolle Besitztümer bescheren werden.

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GESCHICHTE
Der Beginn des Kashiwa

In den 1960er Jahren, beeinflusst vom goldenen Zeitalter des skandinavischen Designs, entstanden in Seto zahlreiche kleine Werkstätten, die mit dem Gießverfahren arbeiteten. Auch Hisayuki Iwatsuki, der Gründer von kashiwa, war stark vom skandinavischen Stil, insbesondere von den Werken des finnischen Designers Kaj Franck, inspiriert und eröffnete 1965 seinen eigenen Brennofen in Higashido-cho, Seto. Iwatsukis Ziel war es, „dauerhafte Designs zu schaffen, die unbegrenzt produziert werden können“. Um diese Vision zu verwirklichen, entwarf und fertigte er Prototypen selbst und produzierte in kleinen Serien im Gießverfahren.

Bei ihrer Gründung waren weiße Porzellan-Neuheiten (Dekorationsartikel) in der Seto-Region der letzte Schrei. kashiwa hingegen verwendete bewusst roten Ton und schuf Ornamente mit Tiermotiven, die durch die Reduktionsbrandtechnik im Brennofen und die subtilen Verformungen des Tons entstanden. Dieser einzigartige Stil erregte die Aufmerksamkeit eines Handelsunternehmens in Nagoya, und die Exportaufträge an die Westküste der USA und nach Nordeuropa stiegen sprunghaft an, was zu einer OEM-Produktion mit namhaften Unternehmen führte. Nach dem Plaza-Abkommen von 1985 wertete der Yen jedoch stark auf, was das Exportgeschäft in eine schwere Krise stürzte und viele Brennereien in Seto zur Schließung zwang. Inmitten dieser Umstände verlagerte kashiwa ihren Fokus auf die Herstellung von Produkten für den heimischen Markt im Gießverfahren und konnte ihren Betrieb fortsetzen. Darüber hinaus hat das Unternehmen, während es OEM-Projekte mit jungen Designern und führenden Unternehmen im In- und Ausland realisiert, sein kleines, integriertes Produktionssystem beibehalten, das seit seiner Gründung unverändert geblieben ist und alles im eigenen Haus abwickelt – von der Entwicklung und Prototypenerstellung über das Gießen, Glasieren, Brennen und Verpacken bis hin zum Versand.

Im Jahr 2006 übernahm Hisato Iwatsuki, Sohn des Firmengründers und Inhaber in zweiter Generation, das Unternehmen. Er bewahrte die einzigartige Mischung aus rotem Ton und Glasur, das Gießverfahren sowie die von der ersten Generation überlieferten Techniken und den Geist des Reduktionsbrandes und konzentrierte sich gleichzeitig auf die Entwicklung neuer Tierornamente und Vasendesigns. Die kunstvollen Reliefmuster, das Markenzeichen der kashiwa, wurden ebenfalls weitergegeben und modernisiert, sodass die zeitlose Tradition des Handwerks fortgeführt wird.

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HANDWERKSKUNST
Technologie und Materialien

„Präzise Berechnungen, die Unregelmäßigkeiten erzeugen.“ – Dieser Satz symbolisiert die Handwerkskunst (Technik und Materialien) von kashiwa. Durch die Anwendung des Handgussverfahrens werden selbst kleinste Unregelmäßigkeiten und Abweichungen, die während des Herstellungsprozesses entstehen, als Teil des Charakters des jeweiligen Stücks bewusst berücksichtigt. Während die Massenproduktion üblicherweise eine einheitliche Oberfläche erfordert, lässt kashiwa bewusst Schwankungen und Unregelmäßigkeiten einfließen, wodurch jedes Stück einen einzigartigen Ausdruck und eine besondere Wärme erhält.

Der Gießprozess selbst ist ein Meisterwerk handwerklichen Könnens. Zunächst wird ein Prototyp aus Ton oder Gips erstellt. Von diesem Prototyp wird eine Gipsform abgenommen, die als Hauptform dient. Anschließend wird Gips in eine Form gegossen, die von der Hauptform abgeformt wurde. So entsteht die endgültige Form, mit der das Produkt geformt wird. Es handelt sich daher um ein äußerst zeitaufwändiges und komplexes Verfahren, das insgesamt drei Formvorgänge erfordert, bevor die endgültige Produktform hergestellt ist.

In der kashiwa-Brennerei wird die seit der Gründung unveränderte Materialbeherrschung sorgsam weitergegeben. Ausgehend von Ton aus der Region Seto perfektionierte die erste Generation durch wiederholtes Ausprobieren einen weichen, roten Ton. Dieser rote Ton wird an die zweite Generation weitergegeben und entwickelt während des Brennvorgangs allmählich Verformungen. Diese subtilen, mit der Zeit entstehenden Unebenheiten verleihen den Werken eine Wärme, als wären sie von Hand gezeichnete Linien.

Ein weiteres besonderes Merkmal von kashiwa ist die eigenständig entwickelte Glasur, deren Perfektionierung rund zwei Jahre in Anspruch nahm.

Gebrannt wird im Reduktionsbrand – eine Technik, bei der die Glasur bewusst so rezeptiert ist, dass gewollte Farbnuancen und leichte Schmauchspuren entstehen. Selbst im selben Ofen gebrannt, fällt der Farbausdruck je nach Flammenverlauf, Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei jedem Stück anders aus; kein Werk gleicht exakt dem anderen. Das harmonische Zusammenspiel von rotem Ton und Glasur verbindet sich mit einer matten Haptik und sanften Zwischenfarben – wie gemalt entfaltet die Glasur so eine vielschichtige, tiefe Ausstrahlung, die in der Massenfertigung unerreicht bleibt.

Auch in der heutigen Zeit, in der Effizienz und Präzision einen hohen Stellenwert haben, schätzt kashiwa vor allem die Wärme handwerklicher Arbeit. Obwohl wir ein System etabliert haben, das es uns ermöglicht, mithilfe von Gipsformen konsistent komplexe Formen herzustellen, fertigen wir jedes Stück bis zum Schluss sorgfältig von Hand an. Deshalb besitzt jedes Stück einen sanften Ausdruck und Individualität und bringt so einen Hauch von Wärme in unser modernes, digital geprägtes Leben.

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STANDORT
Die ursprüngliche Landschaft von Seto, der tausend Jahre alten Töpferhauptstadt: der Brennofenwandweg.
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Die Stadt Seto in der Präfektur Aichi gilt als eine der „Sechs alten Brennöfen Japans“, einer Region, in der die Keramikproduktion vom Mittelalter bis heute ununterbrochen betrieben wird. Seto-Keramik blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück und ist seit Langem ein wichtiger Bestandteil der japanischen Keramikindustrie. Auch der Begriff „Setomono“, der Töpferwaren im Allgemeinen bezeichnet, stammt aus Seto, und die Seto-Keramikindustrie genießt nach wie vor sowohl national als auch international einen hervorragenden Ruf.

Die kashiwa befindet sich in Horamachi, Seto City, Präfektur Aichi, einem Gebiet, das einst Heimat vieler Töpfereien war und als

Töpferstadt florierte.

Obwohl heute nur noch wenige erhalten sind, setzt sich der „Brennofenwandpfad“ noch immer unauffällig entlang der Straße fort.

Eine Brennofenwand ist eine Mauer aus aufgeschichteten, gebrauchten Brennofenwerkzeugen. Dieses etwa 400 Meter lange und in einem wunderschönen geometrischen Muster angeordnete Bauwerk ist einzigartig in Seto und nirgendwo sonst in Japan zu finden. Statt abgenutzte Werkzeuge wegzuwerfen, integrieren wir sie in die Landschaft – diese Idee verkörpert die Gefühle von Menschen, die ihre Besitztümer schätzen und einen nachhaltigen Geist haben.

Der „Kesselmauerpfad“ ist ein Zeugnis der industriellen Geschichte, das von der lokalen Bevölkerung sorgsam bewahrt wird und die Töpferkultur von Seto bis heute lebendig werden lässt. Schon beim Begehen dieses Pfades kann man die Geschichte der Region spüren.

Hinter der Werkstatt erstreckt sich ein Hain aus Sägezahneichen und Japanischen Eichen. Im Herbst rollen die Eicheln herab und erfreuen die Kinder beim Sammeln. Der Name, „kashiwa“, leitet sich von diesen Eicheln ab. Umgeben von Bäumen und Lehm, ist der Alltag im kashiwa, wo noch immer Keramik hergestellt wird, still und leise von der tausendjährigen Geschichte des Landes durchdrungen.

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Bei Fragen zu unseren Produkten oder wenn Sie Ratschläge zu deren Handhabung benötigen, können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden.

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24-Stunden-Rezeption

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